Ortsteil Albingshausen

Albingshausen, das 124 ha Fläche umfasst, liegt ca. 25 km von Hildburghausen entfernt. Es zählt 105 Einwohner. Das Dorf pfarrt in das benachbarte Rieth, wohin ein jahrhundertealter Kirchenpfad führt. Schule hat es keine.

Am 7. Dezember 1230 erstmals urkundlich erwähnt, hat Albingshausen eine bewegte Zeit erleben dürfen. Der Ortsname Albingshausen leitet sich vom Personennamen Albinc oder Alwing ab.

Zu Beginn des 16. Jahrhunderts wurde Albingshausen vorübergehend aufgegeben. Die Bewohner zogen nach Rieth. 1720 wurde das Dorf am „Sellbach“ wenige hundert Meter von der ursprünglichen Stelle entfernt als regelmäßig gebautes fränkisches Langdorf mit Hilfe des Herzogs von Hildburghausen wieder aufgebaut.
In der Nähe von Albingshausen wurde 1859 der letzte Wolf Thüringens durch den einheimischen Jäger Höllein geschossen.

Albingshausen hat sich über Jahrhunderte mit seinem denkmalgeschützten Straßendorfcharakter erhalten. Schmucke Fachwerkhäuser, die von ihren Bewohnern  erhalten werden,  sind Ausdruck fränkischer Bautradition. Traditionell wird in Albingshausen das Bierbrauen im Gemeindebrauhaus im Frühjahr und Herbst durchgeführt.

Der Heimatverein e. V. kümmert sich mit seinen 34 Mitgliedern um Traditionspflege aber auch das alljährliche Backhausfest, wo der gemeindeeigene Backofen zur traditionellen Herstellung von Zwiebelkuchen und anderen Leckereien verendet wird.

Quelle: Reinhold Albert: Chronik von Rieth und Albingshausen, 1999,