Ortsteil Rieth

Die Ersterwähnung von Rieth geht aus einer Urkunde von Abt Egbert von Fulda vom September 1049 hervor.

Der Name Rieth ist auf die Lage des Ortes im Grund zurückzuführen. Der Begriff Rieth steht in der Geschichte als Pseudonym für Schilfwiesen – feuchtes Gebiet- Moor. Im Laufe der Jahrhunderte wurden Sümpfe trockengelegt, Wälder gerodet und die jetzige Kulturlandschaft geprägt. Rieth ist umgeben von zahlreichen Quellen, welches sich auch bei der Ortssanierung bemerkbar machte. Es liegt am Fuße einer östlich gelegenen Wasserscheide.

1999 konnte der Ort sein 950-jähriges Bestehen feiern. Auch die großen Ereignisse der vergangenen Jahrhunderte gingen an Rieth nicht vorbei. So hinterließ der 30-jährige Krieg tiefe Spuren. Aber auch die folgenden Kriege, vor allem im letzten Jahrhundert brachten viel Leid und Elend.

Der Ort ist seit jeher landwirtschaftlich geprägt. Davon hat letztendlich auch das Handwerk partizipiert. Auf Grund seiner territorialen Lage (Landesgrenze Thüringen-Bayern) war Rieth mit Beginn der 60er Jahre Richtung Bayern abgeschnitten. Dies prägte auch die Entwicklung. Der Aufbau von Gewerbe wurde kategorisch verhindert, so dass in diesen Jahrzehnten ein Stillstand zu verzeichnen war. Erst seit der Wiedervereinigung konnten sich wieder Gewerbetreibende entfalten.

Sehr positiv hat sich in den vergangenen Jahren das gesellschaftliche Engagement der Bürger des Ortes entwickelt. Die Leistung der Vereine widerspiegelt dies in eindrucksvoller Weise. Die Dorfbevölkerung identifiziert sich mit dem Geschehen im Dorf und beteiligt sich aktiv an der Gestaltung und Erhaltung des dörflichen Charakters.